KP Indien (Maoistisch): Verstärken wir den Volkskrieg mit dem Ziel, die „Operation Grüne Jagd“ zu besiegen, die ein Krieg gegen das Volk ist!

Aufruf der Zentralen Militärkommission der Kommunistischen Partei Indiens (Maoistisch) aus Anlass des 11. Gründungstages der PLGA (Volksbefreiungs-Guerilla-Armee), 20.11.2011

Teures Volk!

Am 2. Dezember wird die PLGA (People`s Liberation Guerilla Army – Volksbefreiungs-Guerilla-Armee) ihren 11. Gründungstag vollenden. Aus diesem Anlass gibt die Zentrale Militärkommission einen Aufruf heraus, den 11. Gründungstag in allen unseren Guerillazonen und Roten Widerstandsgebieten zu begehen, mit dem Ziel die „Operation Grüne Jagd“ (OGH – Operation Green Hunt) der ausbeutenden herrschenden Klassen zu besiegen. In dem laufenden Volkskrieg für die Befreiung der werktätigen Massen in Indien haben annährend 150 der besten Töchter und Söhne der heimatlichen Erde und des einfachen Volkes ihre wertvollen Leben im Zeitraum von Dezember 2010 bis September 2011 gegeben. Lasst uns allen diesen mutigen Kämpferinnen und Kämpfern unsere revolutionäre Ehrerbietung zollen. Lasst uns geloben ihre Ziele zu erfüllen.

Im vergangenen Jahr wurden Hunderte Aktivist/innen von lokalen Massenorganisationen, der revolutionären Volksregierung und andere Menschen verhaftet, aufgrund schwarzer Gesetze angeklagt und in Gefängnisse geworfen. Um die revolutionäre Kulturbewegung zu unterdrücken, wurden Todesstrafen gegen vier Kulturaktivisten aus Jharkhand, auch gegen Jeeten Marandi, ausgesprochen. Es ist notwendig eine starke Volksbewegung aufzubauen, um diesen Todesstrafen entgegenzutreten. Insbesondere wurden am 29. April 2011 drei Mitglieder des Zentralkomitees und im Juli Genosse Bhupeshda sowie viele andere leitende Genossen und Aktivisten vom Feind verhaftet, was einen Teil der Verluste unserer Parteileitung in der schmutzigen Jagd der feindlichen Geheimdienstagenturen darstellt. Der Feind zettelt Komplotte an, um sie in den Gefängnissen dauerhaft einzukerkern. Die Zentrale Militärkommission richtet den Aufruf an das Volk, die Agitation für die Freilassung dieser politischen Gefangenen überall auszuweiten.

Bei den Operationen, die von unserer PLGA-Kräften gegen die faschistische „Operation Grüne Jagd“ überall im Land geführt wurden, wurden 150 Polizeisöldner ausgelöscht, 180 wurden verwundet und rund 60 Waffen wurden von Dezember 2010 bis Oktober 2011 im ganzen Land erbeutet. Darüber hinaus wurden in ununterbrochenen Einzelaktionen der PLGA-Kräfte 170 volksfeindliche Elemente ausgeschaltet. Besonders die Rolle der Volksmilizkräfte ist es Wert in dieser Hinsicht erwähnt zu werden.

Die Zentral- und die Bundesstaaten-Regierungen haben angekündigt, dass die zweite Phase der faschistischen „Operation Grüne Jagd“ im Gang ist. Wie wir alle wissen, wurde dieser ungerechte Krieg („Militäroffensive Grüne Jagd“) Mitte 2009 von der Sonia-Manmohan Singh-Chidambaram Clique gegen das Volk dieses Landes entfesselt; er ist nichts anderes als ein Krieg, um die Kompradoren-Gesellschaften und die multinationalen Konzerne den Reichtum an Bodenschätzen in den Adivasi-Gebieten (der Eingeborenen) plündern zu lassen. Um den „Krieg gegen das Volk“ brutal fortzusetzen, setzt die Regierung unter dem Vorwand einer Übung seit Ende Mai dieses Jahres Armeekräfte in Brigadestärke ein. Tatsächlich haben die Offiziere der Armee die Aufstandsbekämpfungsoperationen der paramilitärischen Kräfte seit sechs Jahren mit dem Ziel des Auslöschens der revolutionären Bewegung geführt, weil diese bewiesen hat, dass sie ein Hindernis für die gemeinschaftliche Plünderung ist. Die Armee führt Spezialtrainings für die Polizei- und paramilitärischen Kräfte in ihren eigens dafür eingerichteten Konterterror-Dschungelkriegsführungs-Schulen durch, wie die in Kanker in Chattisgarh und Ambicapur in Nord-Chhattisgarh. Höhere Armeeoffiziere haben mehrmals Erkundungen auf speziellen Reisen durchgeführt.

Während der Tage als Salwa Judum den Höhepunkt seiner Grausamkeit erreichte, besuchten amerikanische Konsulatsangestellte die Dschungelkriegsführungs-Schule in Kanker und berieten sich mit Raman Singh und höheren Polizeioffizieren in Raipur. Alles das beweist zweifellos, dass all das unter Führung der US-Imperialisten geschieht.

Angriffe auf das Volk, Morde, sexuelle Gräueltaten gegen Frauen, Abreißen von Häusern, Plünderungen, Zerstörung der Ernte und Plünderung von Hühnern, Schweinen und Ziegen wurden zur täglichen Erscheinung bei der faschistischen Militäroffensive „Grüne Jagd“. Die Chintalnar Morde, Gräueltaten und die Plünderung der Häuser, die man dann dem Erdboden gleich machte, das Massaker im Dorf Netai (Lalgarh, PB) durch die CPM mit Hilfe der zentralen und bundesstaatlichen Gemeinsamen Militärkräfte und das Massaker im Dorf Jamgai (Bezirk Gumla, Jharkhand) begangen von PLFI-Schlägern sind lebendige Beispiele hierfür. 99 Prozent der Personen, die von den reaktionären Salwa Judum, Sendra, Nagrik Suraksha Samity, Santi Sangams, den bewaffneten Kräften der Regierung, die verschiedene Arten von Mörderbanden in Bihar und Jharkhand mit einschließt, getötet wurden, sind unbewaffnete Personen. Die bewaffneten Guerillakämpfer, die bei bewaffneten oder simulierten Zusammenstößen sterben, machen nicht mehr als ein Prozent aus. Dies zeigt klar, dass dies ein „Krieg gegen das Volk“ ist.

Die indische Armee stellte Dadakaranya (DK) als Hochburg der maoistischen Guerilla dar, drang in Dadakaranya unter dem Vorwand einer „Übung“ ein und verletzte das Gesetz, das die Landübertragungen verbietet, das PESA-Gesetz und die Gesetze, die alle Macht den Gram Sabhas (Selbstverwaltungsorganen) überträgt. Aber das aktuelle Ziel der Armee ist es, die Adivasi von ihren jahrhundertealten Aufenthaltsorten zu vertreiben, um die älteste menschliche Gemeinschaft und ihre primitive Kultur auszulöschen und die Janatana Sarkars Lebensweise zu ersticken, die vom Adivasi-Volk unter Führung der Maoisten etabliert wurde. Zu diesem Zweck gab die Zentralregierung alle Macht in die Hand der Armee, um das Mehrheitsrecht in den AFSPA-Gremien einzuführen und um all das im Namen der Selbstverteidigung zu machen. Die indische Armee, die dazu bestimmt ist die Grenzen des Landes zu verteidigen, ist jetzt bereit, einen Krieg gegen ihr eigenes Volk im Herzen des Landes zu führen. Alle Adivasi-Gemeinden im ganzen Land müssen jetzt gegen die Verschwörung der indischen herrschenden Klassen, die die Interessen der Imperialisten und multinationalen Konzernen schützen, vorgehen und die Massen für die Gräueltaten und Massaker sensibilisieren, die von der indischen Armee und den paramilitärischen Kräften in Kaschmir und im nationalen Befreiungskampf im Nord-Osten begangen werden. Menschen aus allen Klassen und Sektoren, Demokrat/innen, Patriot/innen und Massenorganisationen müssen fest zu ihrer Unterstützung stehen.

Teures Volk!

Als Folge der ungleichen Entwicklung der imperialistischen Politik der Liberalisierung, Privatisierung und Globalisierung (LPG) zeigen sich die Auswirkung der Weltwirtschaftskrise auch in unserem Land. Wachsende Korruption, Erwerbslosigkeit, Preiserhöhungen, Hunger, Vertreibung und der Verlust der Ländereien, Wälder und dem Wasser, haben die Lebensbedingungen der unterdrückten Arbeiterklasse, Bauern und der Mittelkasse unerträglich gemacht und es gibt hier keinen anderen Ausweg außer der Revolution. Die materiellen Bedingungen für die Revolution reifen heran. Streiks und Mobilisierung in allen Bereichen des Volkes nehmen zu. Ökonomische Kämpfe werden zu politischen Kämpfen. Die politischen Mobilisierungen der rückständigen Adivasi-Bäuer/innen verstärken sich. Kämpfe, wie die in Lalgarh, Kalinganagar, Narayanapatna, Anti-Posco, Niayamagiri, Mali, Deomali, Singareni, Open casts, Polavaram, Sompeta, Kakarapalli, Jaitapur, und Greater Noida, Kämpfe von vertriebenen Menschen verbinden sich mit der städtischen Entwicklung in Jharkhand, den landesweiten Kämpfen gegen Sonderwirtschaftszonen (SEZ), gegen Preiserhöhungen, gegen Korruption, den Kämpfen für die Interessen der Bäuer/innen und Kämpfen der Kastenlosen (Dalits) und der Frauen und zeigen das politische Bewusstsein des Volkes. Die Menschen scharen sich militant um die Frage der Schaffung eines separaten Telangana-Staats. Der nationale Befreiungskampf in Kaschmir entwickelt sich weiter. Um die militanten Kämpfe des Volkes irrezuleiten, drängen die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unter der Leitung der Imperialisten und solcher Personen wie Anna Hazare darauf, solche Kampfformen wie Hungerstreiks im Namen der Gewaltfreiheit durchzuführen. Die faschistische Unterdrückung der herrschenden Klassen gegen unsere maoistische Partei, die als Leuchtfeuer der unterdrückten Massen, wie der Arbeiter/innenklasse, Bäuer/innen und der Mittelklasse dient, nimmt zu. Die ökonomische und politische Krise verschärft sich überall und gewaltige Massen müssen revolutionären Geist zeigen und die politische Agitation unter der Parole aufnehmen, dass wir bis zum letzten Atemzug kämpfen werden. Wir müssen in hohem Grad für die Tages- und politischen Interessen mobilisieren. Wir müssen erkennen, dass es ohne entschiedene politische Kämpfe nicht möglich ist, die ökonomischen Interessen der unterdrückten Massen zu erfüllen, und wir müssen diese Agitation auf eine höhere Stufe heben mit dem Slogan: „Die politische Macht muss durch den Volkskrieg ergriffen werden“.

Aufruf der Zentralen Militärkommission (CMC):

Teure Arbeiter/innen, Bäuer/innen, Adivasi, werktätige Massen, Frauen, Student/innen, Jugendliche und Intellektuelle! Tausende Menschen, vor allem Adivasi-Bäuer/innen sammeln sich in den Kämpfen mit dem Ziel, den „Krieg gegen das Volk“ (die Operation Grüne Jagd), der von der Zentral- und den Bundesstaaten-Regierungen entfesselt worden ist, zurückzuschlagen.

Alle Klassen und Sektoren des werktätigen Volkes müssen sich in diese Kämpfe einreihen. Dehnt die Unterstützung aktiv aus, um die brutalen Angriffe der Söldnerpolizei zu stoppen, die Hunderte von Adivasi massakriert und die ihr Eigentum, ihre Würde und alles andere, was ihnen lieb ist, plündert wie ein Rudel von Wölfen, die eine Herde Schafe im Namen der Bekämpfung des Terrorismus angreifen. Maoist/innen sind keine Befürworter der Gewalt. In Wirklichkeit würden sie an vorderster Front jener sein, die Frieden wünschen. Glaubt nicht ein Wort der heimtückischen Propaganda, die von den bürgerlichen Medien gegen die Maoist/innen entfesselt wird! Steht fest an der Seite der revolutionären Bewegung! Wenn wir diese Offensive des Feindes nicht bekämpfen, wenn wir die Verschwörung gegen die revolutionäre Bewegung, die maoistische Partei, die PLGA, die alternativen Volksmachtorgane und die Massenorganisationen nicht besiegen, dann werden alle von der revolutionären Bewegung errungenen Früchte vernichtet. Werdet daher aktiv bei der Isolierung und dem Zurückschlagen des Feindes!

Schließt Euch in großer Zahl der PLGA an, vervielfacht ihre Kraft und stärkt sie! Reiht Euch ein in die Flut der in mehreren Gebieten unseres Landes anwachsenden Massenbewegungen unter der Parole: „Land, Macht, Demokratie, Aufbau der Volksarmee und Selbstvertrauen!“ Reicht ihnen die Hände! Steht Schulter an Schulter mit den bewaffneten Widerstandskämpfen der PLGA! Es kann keinen grundlegenden Wandel ohne die komplette Vernichtung der ausbeutenden Klassen geben. Die Reformen, die sie uns als Brotkrumen hinwerfen, sind nutzlos und würden nur das Leben des Volkes weiter zerstören. Schreiten wir vorwärts zu einer alternativen, neuen, demokratischen Gesellschaft, und erklären wir, dass diese Reformen nur Teil der Verschwörung sind, die Einheit des Volkes zu brechen, und dieses zurückschlagen! Kommt! Traut Euch zu kämpfen und der endgültige Sieg gehört dem Volk!

• Entwickeln wir die PLGA zu einer Volksbefreiungsarmee und die Guerilla-Kriegsführung zu einer beweglichen Kriegsführung mit dem Ziel Dandakaranya und Bihar-Jharkhand in befreite Gebieten zu verwandeln!

• Verhindern wir den Einsatz der Armee der indischen herrschenden Klassen zur Auslöschung der maoistischen revolutionären Bewegung!

• Erteilen wir der indischen Söldnerarmee, die die indischen werktätigen Massen beraubt, verfolgt und unterdrückt, eine Lektion und intensivieren wir unseren glorreichen Volkskrieg!

• Lang lebe die Kommunistische Partei Indiens (Maoistisch), CPI (Maoist)!

Mit revolutionären Grüßen,

Deoji

Zentrale Militärkommission der CPI (Maoist)

(von PR überarbeitete Version der deutschen Übersetzung von http://www.bannedthought.net)

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