Solidarität mit dem Betriebsrat von Borbet-Solingen! Keine Auflösung des Betriebsrats!

Das in der sich anbahnenden neuen Wirtschaftskrise dem Betriebsrat von Borbet Solingen (Nordrhein-Westfalen), einer Institution zur Verteidigung der Rechte von ArbeiterInnen, seitens der Geschäftsführung die Schuld für sinkende Auftragszahlen bei Autoreifen und Felgen in die Schuhe geschoben wird, ist blanker Hohn und klar ein Mittel zur Spaltung der Belegschaft. Zumal die Geschäftsleitung ja gar kein Interesse daran zu haben scheint auf ihre über die Jahre gestiegenen Profite zu verzichten.

Fakt ist, dass in Solingen ein Schicht- und Leiharbeitssystem eingeführt wurde, welches zu einem deutlichen Einkommensverlust von ca. 800 bis 1.000 € und Mehrbelastung der Beschäftigten führte. Die KollegInnen setzten sich daraufhin zur Wehr und forderten ein in der BRD gesetzlich verankertes Mitbestimmungsrecht in Personalfragen ein und stellten sich gegen die geplante Entlassungswelle von rund einem Viertel der Beschäftigten. Im September hat Werksleiter Holger Maag ein Schlichtungsverfahren aber einseitig gekündigt und den gewählten Betriebsrat vor das Arbeitsgericht gezerrt und forderte von diesem die Auflösung des Betriebsrates ein. Mit der Streuung von gezielten Falschinformationen und Verleumdungen gegen den Betriebsrat konnte die Betriebsleitung Teile der Beschäftigten verunsichern was zu einer Spaltung unter den Beschäftigten führte und das Vorgehen von Borbet-Leitung und Justiz erleichterte. Am 4. Oktober 2019 wurde nun vom Arbeitsgericht auf Antrag der Borbet Geschäftsleitung der Solinger Betriebsrat in einem wirklichen Skandalurteil aufgelöst. Gegenwärtig ist geplant dagegen Beschwerde beim Landesarbeitsgericht einzubringen. Zudem wurde jetzt in Solingen ein Solidaritätskreis zur Unterstützung des Betriebsrates geschaffen.

Auch bei der Borbet Austria GmbH mit Sitz in Braunau leisten ca. 700 Beschäftige in einem 24-stündigen Schichtbetrieb schwere Arbeit in der Herstellung von Aluminiumfelgen für BMW, Audi oder Mercedes. Und auch in Österreich ist es unter dem Vorwand der „Wettbewerbsfähigkeit“ zu zunehmendem Druck seitens der Geschäftsleitung gegenüber den Beschäftigten gekommen. So stieg ab 2014 mit den Investitionen die Arbeitshetzte und die Angst nicht seinen Job zu verlieren. Diese allgemeine Tendenz darf nicht unwidersprochen bleiben!

 

Die Autozulieferindustrie befindet sich in der Krise, das ist richtig. Es darf aber nicht sein, dass die Last auf diejenigen abgewälzt wird, welchen dem Betrieb jahrelang ihre Arbeitskraft und teilweise ihre Gesundheit „geopfert“ haben, während die da oben weiterhin ihre Profite scheffeln. Für Deutschland, wie auch für Österreich, gilt, dass klassenkämpferische KollegInnen welche im Interesse der Belegschaft handeln nicht kriminalisiert werden dürfen!

Daher:

Volle Solidarität mit den klassenkämpferischen ArbeiterInnen von Borbet!

Keine Einsparungen beim Personal aufgrund von Profitgier der Geschäftsleitung!

Für die Verteidigung eines jeden Arbeitsplatzes!

Hoch die internationale Solidarität!

 

12.10.2019

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