Armer Mann und reicher Mann und das Märchen von der „Verteilungsgerechtigkeit“

Armer Mann und reicher Mann

standen da und sah’n sich an

und der arme sagte bleich

wärst du nicht reich, wär‘ ich nicht arm.

Zwar kommen einem vielleicht die ersten drei Zeilen bekannt vor, sie stammen aus einem Gedicht von Bert Brecht, aber irgendetwas an der vierten Zeile stimmt nicht. Aber was? Offensichtlich zuerst einmal, dass es sich nicht reimt. Aber das ist nicht alles. Brecht wäre, abgesehen davon, dass er keine solchen Schnitzer in puncto Reim machte, niemals ein solcher politischer Schnitzer unterlaufen. Die letzte Zeile heißt bei Brecht natürlich

… wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht reich.

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Diskussionsbeitrag aus dem Iran zu den Aufgaben während der neudemokratischen Revolution

Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben während der neudemokratischen Revolution

Der Übergangsweg eines unter imperialistischen Herrschaft stehendes Landes zum Sozialismus

Auf der Ebene der politischen und programmatischen Aufgaben des Proletariats und der Rolle der ArbeiterInnenklasse in der neudemokratischen Revolution nach der Machtergreifung  ist sowohl von der internationalen kommunistischen Bewegung als auch von der neuen kommunistischen Bewegung des Irans genügend gesprochen worden. Ebenso ist der Weg und die Kampflinie der demokratischen Revolution in der Epoche des Imperialismus in den neuen kolonialen und abhängigen Länder bis zur Machteroberung der ArbeiterInnenklasse und ihrer Verbündeten von den klassischen Marxisten genügend erläutert worden. Außerdem ist deren schöpferische Anwendung auf die Verhältnisse des Irans seit der Gründung der neuen kommunistischen Bewegung durch die Genossen Massoud Ahmadsadeh und Amirparvis Pouyan in dem Buch „der bewaffnete Kampf sowohl als Strategie als auch Taktik“ zusammengefasst worden. Daher beschäftigen wir uns ohne jegliche utopischen Vorstellungen auf Grund der bisherigen historischen Erfahrungen mit den Aufgaben der ArbeiterInnenklasse nach der Machtergreifung.

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1. Mai 2021 persisch

اول ماه مه روز همبستگی بین­المللی کارگران سراسر جهان

گرامی باد!

 روز جهانی کارگر را در شرایطی برگزار می­­کنیم که: بحران اقتصادی برآمده از سال 2019 و نیز بروز بیماری «همه گیر کرونا کووید- 19»دراوایل سال 2020 زندگی  کارگران و زحمتکشان را دستخوش یک  بحران همه­جانبه اقتصادی و اجتماعی کرده­ و تاثیرات مخربی بر بخش بزرگی از طبقه کارگر بجای گذاشته است. تاثیراتی که در طول سال 2021 و سالهای آتی به یقین شدت خواهد یافت. تنها در مثال اتریش نزدیک به یک میلیون از چهار میلیون توده کارگر بیکار و یا مجبور به کار نیم ­وقت شده­اند. این بحران دوگانه همزمان به دولت­های بورژوازی، گذشته از احزاب تشکیل دهنده آنها این بهانه را داده­است که تعرض خود را به  حقوق دمکراتیک و آزادی­های سیاسی مردم با تمامی ابزار فشار و اختناق  که بعد از جنگ جهانی دوم بی­سابقه است گسترش دهند. گرایشی که مدتهاست در انطباق با تمایل بورژوازی به دولت پلیسی و تشدید اختناق درجامعه کاملا قابل مشاهده است.

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Corona: Warum sind so viele „Linke“ auf Regierungskurs?

In kaum einer Frage des Klassenkampfes oder überhaupt in irgendeiner politischen Frage waren oder sind so viele „Linke“ mehr oder weniger auf Regierungskurs wie derzeit in den fundamentalen Fragen der Covid-19-Epidemie: Charakter der Epidemie und Charakter der (angeblich oder wirklich) auf deren Eindämmung gerichteten Regierungspolitik. Wir reden nicht davon, dass dem Kapitalismus und Imperialismus kein revolutionäres Programm und keine klassenkämpferische kommunistische Politik entgegengestellt werden – das kann man von reformistischen und bürgerlich-demokratischen „Linken“ nicht erwarten. Wir erwarten von ihnen nicht, dass sie in irgendeiner Frage des Klassenkampfes Kapital und Regierung radikal kritisieren und bekämpfen, daher tun wir das auch nicht in Fragen der Covid-19-Epidemie.

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Genosse Elmo lebt weiter im Kampf!

Mit tiefer Trauer möchten wir auf den Tod des Genossen Elmo Carreon vom 22. Februar 2021 aufmerksam machen. Sein Tod in kurzen Abstand zum Ableben von Ka Manny ist ein weiterer Schlag für die revolutionär-demokratische philippinische Bewegung in Österreich.

Nachdem der 1961 geborene Ka Elmo in seiner Jugend als fortschrittlicher Studentenaktivist tätig war, engagierte er sich nach seiner Auswanderung in den 1980er Jahren für die Rechte werktätiger MigrantInnen. Wir werden Ka Elmo als einen frühen Mitkämpfer, der mit uns zahlreiche Aktionen durchführte und sowohl bei PINAS FIRST als auch Migrante Austria eine Vorreiterrolle einnahm, nicht vergessen und sein Andenken in Ehren halten.

Ka Elmo war bereits länger von einem schweren Nierenleiden gezeichnet, was ihn aber nicht davon abhielt sich politisch im Dienste der Befreiung des philippinischen Volkes zu betätigen.

Trotz der Verluste von Ka Manny und Ka Elmo glauben wir, dass die philippinische Befreiungsbewegung in Österreich es schaffen wird, anstelle der alten Kader junge GenossInnen zu stählen die den Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung und für demokratische und soziale Rechte fortsetzen werden. Wir werden auch weiterhin diese Kämpfe unterstützen.

Mabuhay, Ka Elmo!

Hoch die internationale Solidarität

Es lebe der Sieg im Volkskrieg – Vorwärts zur neudemokratischen Revolution auf den Philippinen!

Tiefe Wirtschaftskrise, noch kein Boden in Sicht, trübe Perspektiven der Kapitalverwertung

Die Wirtschaftskrise hatte sich seit 2018 angebahnt und gegen Ende 2019 bereits voll eingesetzt. Seit dem 2.Quartal 2019 (!) bereits, also ein Jahr, bevor man das Wort „Corona“ überhaupt kannte, schrumpfen alle relevanten Sektoren der Wirtschaft kontinuierlich. Dies hat seine Grundlage in der gesetzmäßigen Tendenz der kapitalistischen Produktionsweise zu Überproduktion und Überakkumulation, was sich in gewissen Abständen eben in Krachs und Krisen entlädt. Diesmal wurde die Krise weltweit und auch in Österreich durch die „Corona“-Epidemie oder besser: durch die restriktive und repressive Politik der Regierungen massiv verschärft. Diese Verschärfung und Vertiefung der Krise war zweifellos nicht die Schuld eines Virus, sondern ist Resultat einer konkreten Politik, die unter dem Label „Kampf gegen das Virus“ betrieben wurde und wird.

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Deutsche Bundeswehr auf Kriegskurs

Deutsche Bundeswehr nimmt Kurs auf „kriegsbereite und siegesfähige Landstreitkräfte“ für den “wirklichen Krieg“

In den Publikationen der deutschen Bundeswehr finden sich inzwischen reihenweise Artikel und Vorträge führender Militärs, die einen überfälligen „Paradigmenwechsel“ der Militärstrategie trommeln. Darunter ein Vortrag von Generalleutnant Mais, Inspekteur und damit ranghöchster Offizier des Heeres, und einige Beiträge, die seinen Vortrag zusammenfassen und erläutern. Brüstete sich Deutschland bisher mit seiner – in militärischen Dimensionen im Grunde genommen ohnehin lächerlichen – „Landesverteidigung am Hindukusch“, so ist nach Generalleutnant Mais unter den neuen strategischen Rahmenbedingungen eine solche bloße Teilnahme am „Internationalen Krisenmanagement“zu wenig [1]. Es könne, sagt er abschätzig, „nicht alleine darum gehen, dabei gewesen zu sein und seine Verantwortung in der internationalen Gemeinschaft wahrgenommen zu haben“, „Einsatzbereitschaft und pure Präsenz reichen am Ende nicht aus“, sondern es „müssen die eingesetzten Truppen durchsetzungsfähig, kriegsbereit und siegesfähig sein… Die ‚Befähigung zum Kampf‘ bleibt die Richtschnur für den Erfolg im gesamten Einsatzspektrum des Heeres….Ziel des Heeres ist Kriegstüchtigkeit, einsatzbereite Kräfte allein genügen nicht!“

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