Proletarische Revolution – aktuelle Ausgabe

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Migrante Austria: Gerechtigkeit für Genossen Randy Malayao!

Gerechtigkeit für Genossen Randy Malayao!

Gerechtigkeit für alle Opfer von außergerichtlichen Tötungen!

Wir von Migrante Österreich machen das Duterte-Regime für den Mord des NDFP Menschenrechtsaktivsten und Berater der Friedensgespräche, Genossen Ka Randy Felix Malayao, verantwortlich.

Als NDFP Friedensverhandler, verfügte Genosse Randy eine gemeinsame Sicherheits- und Immunitätsgarantie von NDFP und der GRP, die ihm vor Verhaftung, Belästigungen und Angriffen schützen sollte.

Der 49-jährige Genosse Randy, regionaler Koordinator von Bayan Muna und Menschenrechtsanwalt, wurde am 30. Jänner 2019 um 2:30 Uhr morgens im Schlaf in einem Bus in Aritao (Nueva Vizcaya) erschossen. Weiterlesen

Brexit: Die Ängste, die hier geschürt werden, sind haltlose Propaganda

Um etwas Licht in das Brexit-Thema zu bringen…

Ein „harter Brexit“ drohe, heißt es, weil das ausgehandelte Abkommen mit der EU (der „deal“) im britischen Parlament am 15.1.2019 nicht durchging (zumindest in diesem Anlauf nicht, man wird ja sehen, wie es weiter geht). „Chaos“, „unwägbare Risken“ usw. werden an die Wand gemalt. Seit Wochen werden wir damit angeschüttet und sollen wir in Atem gehalten werden. „Geht die EU unter?“ war der Titel einer deutschen Fernsehsendung am 17.Jänner, von einem „totalen Chaos“ war im österreichischen die Rede.

Worin besteht der „deal“? Weiterlesen

Die imperialistische Neutralität praktisch denken – Zu den NATO Übungen in Tirol

Im September fand der ISTC High-Angle/Urban Course von NATO Scharfschützen auf dem Tiroler Truppenübungsplatz in Hochfilzen statt. Für sechs Tage übten hier Soldaten aus Griechenland, der Slowakei, Belgien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Deutschland und den USA. Der Kurs selbst, vom österreichischen Bundesheer abgehalten, umfasst Ausbildung für den Kampf in bergigen, wie städtischen Gelände und richtet sich vorrangig an Spezialeinheiten. Da das Terrain eine gewisse Herausforderung in der ballistischen Berechnung für Weitdistanz liefert sind derartige Trainings besonders für jene Armeen interessant, die internationale Ambitionen haben, das eigene topografische Terrain solche Übungen jedoch nicht möglich macht.

Beteiligte Truppen, wie das 2. US-Kavallerie Regiment, dass derzeit in Vilseck (Deutschland) stationiert ist und zuvor an den imperialistischen Aggressionen gegen den Irak und zuletzt in Afghanistan beteiligt war, offenbaren einmal mehr den Kriegskurs. Weiterlesen

Max Zirngast ist ein Verfolgter des türkischen Faschismus!

105 Tage befand sich Max Zirngast in der Gewalt von türkischer Polizei und Justiz. Am Abend des 24. Dezember 2018 wurde er aus der Haft entlassen. Sein Verfahren läuft aber weiterhin.

Der aus der Steiermark stammende und in Ankara studierende Max Zirngast ist ein fortschrittlicher Autor, der auch für die Zeitung Junge Welt und das linke Magazin re:volt publizierte. Der alte türkische Staat wirft ihm ‚Terrorunterstützung‘ und Mitgliedschaft in einer obskuren Organisation namens TKP/Kivilcim[1] vor, welche selbst nach Aussagen der türkischen Justiz gar nicht existiert. Die Anklageschrift legt zudem offen, dass Max über Monate hinweg beschattet und abgehört wurde.

Es ist allgemein bekannt, dass die faschistische türkische Justiz ihre eigenen rechtsstaatlichen Vorgaben nicht einhält und politisch engagierte AusländerInnen in Geiselhaft nimmt. Für das AKP-Regime und dessen regionale Hegemonialmachtsbestrebungen stellen sie in gewisser Weise ein Druckmittel gegenüber imperialistischen Staaten wie Österreich oder Deutschland dar. Weiterlesen

Frankreich: Was ist von der Bewegung der Gelben Westen zu halten?

Korrespondenz aus Frankreich, 12.12.2018

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Nach mehr als einem Monat anhaltender Blockaden von Strassen und anderen für den Verkehr neuralgischen Punkten (z.B. Treibstofflagern) sowie vier großen Mobilisierungen an aufeinanderfolgenden Samstagen seit dem 17. November 2018, an denen sich jeweils Hunderttausende (am 27.11. sogar deutlich mehr als die von den Medien genannten 300.000) beteiligten, war die Staatsmacht in Bedrängnis und unter Zugzwang geraten. Die Bewegung der „Gilets Jaunes“ i hatte eine beträchtliche Stärke und Breite entwickelt, zwar nicht wie dort oder da im Ausland kolportiert „wie seit 1968 nicht“, aber immerhin wie seit den Kämpfen gegen die „Rentenreform“ 2010 oder denen gegen die „Reform des Arbeitsrechts“ 2016 nicht mehr. Es war bereits zu beträchtlichen Verkehrstörungen und Versorgungsengpässen mit Treibstoff in einigen Landesteilen gekommen.

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Antwort auf die Kritik von Martin Schlegel „Diskussion des Artikels ‚Digitalisierung der Produktionsprozesse'“

Kritisiert wird, es würde „nicht genau definiert, was die Autor(in)en unter Digitalisierung verstehen“. Digitalisierung ist kein marxistischer, sondern ein schwammig bürgerlicher Begriff, dazu da, um nichts zu klären, aber alles zu verwischen und zu verschleiern. Wir haben das ausdrücklich in der Fußnote 1 unseres Textes dargelegt. Eine „genaue Definition“ eines solchen an und für sich zwielichtigen Begriffs erübrigt sich. Wir haben allerdings – wie im Text erläutert – diesen schwammigen egriff wie auch andere derartige bürgerliche Begriffe (z.B. „physisch“ vs. „virtuell“ – siehe Fußnote 2 unseres Textes) aus praktischen Gründen und dem üblichen Sprachgebrauch folgend dennoch verwendet. Die „technischen Bestandteile“ der Digitalisierung im Einzelnen zu erörtern, war nicht unser Ziel. Die inkriminierte Definition auf S.8 stammt übrigens nicht von uns, sondern ist ein Zitat von René Arnsburg („Maschinen ohne Menschen? Industrie 4.0“). Dass der Begriff als solcher nicht nur „unglücklich“ ist, sondern direkt ein Fetischbegriff und dass er „die Softwareseite überbetont“ versteht sich – unser ganzer Artikel trommelt ja gerade gegen den „Digitalisierungs“-Fetisch. Weiterlesen